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Das Coronavirus: Eine Bedrohung aber auch eine Herausforderung – Gedanken über eine sich stetig änderne Situation

Viele Fragen und noch mehr Antworten, sinnige aber auch unsinnige geistern durch die Welt und verunsichern die Menschen. Das Virus ist allgegenwärtig vor allem auch in unseren Köpfen. Lange haben wir vergessen, welche unsinnigen Sachen wir essen, trinken oder rauchen. Wie wir uns unsere Gesundheit wider besseren Wissens ruinieren und in Gewohnheiten versinken. Jetzt sind wir plötzlich aufgewacht. Ob nun auch der Umsatz der Zigarettenindustrie fällt oder gar die genauso anteilig tödliche Influenza wieder mehr impfunwillige Menschen zum Arzt führen wird? Aber wahrscheinlich neigen wir dazu schnell zu verdrängen und zu vergessen.

Die Impfung gegen Corona:

Warum ist die Impfung sinnvoll:

Corona stellt eine in der Neuzeit noch nie so da gewesene Herausforderung dar, die Gesellschaften, soziale Gefüge bis in den Familien- und Freundeskreis als auch die globalen Wirtschaftsbeziehungen durcheinander wirbelt. Die Unsicherheiten über die Entwicklungen und Bedeutungen der immer wieder veränderten und neu auftertenden Virusvarianten sind so groß, dass Politik und Wissenschaft sich ständig neu aufstellen müssen, was in der Öffentlichkeit als Chaos imponieren kann.

Festzustellen ist auf jeden Fall, dass Impfungen in zunehmendem Maße eine wirksame Gegenmaßnahme darstellen können. Die polarisierten Meinungen über Impfungen übergehen die Tatsache, dass Impfungen schon immer einen Nutzen-Risiko-Abwägung bedeutet haben. Wissenschaftlich gesehen ist eine Impfung sinnvoll, wenn der Nutzen einer Impfung um mehrere Zehnerpotenzen das Risiko einer vermeintlichen Impfreaktion übersteigt. Impfungen gegen Corona sind mittlerweile über mehrere hunderten Million Gaben weltweit erprobt. Dass bei dieser großen Anzahl von Impfungen seltene, schwerwiegende Nebenwirkung in mehr als 10000 fach geringerer Anzahl auftreten ist ebenso verständlich. Doch wie viele Menschen konnten bisher durch Impfung vor einer viel häufigeren schweren oder sogar tödlichen Verlaufsform gerettet werden?

Wer sich für seinen Safarieurlaub gegen Malaria und Gelbfieber schützt, jedoch die Coronaimpfung als Teufelswerk hinstellt, sollte tief in sich darüber nachdenken, was wohl gefährlicher ist. Jede Impfung bringt uns aber auch der Überwindung der Pandemie näher (jede Infektion auch). Sie schützt aber auch den “Nicht Geimpften” im Sinne der Unterbrechung der Überträgerkette. Selbst sogenannte “Durchbruchsinfektionen” wie bei bei schon vollständig Geimpften durch die Omikronvariante zusehen zeigen leichter Verläufe.

Die Vernunft sollte über dem staatlichen Zwang von Pflichtimpfungen stehen. Ebenso ist aber auch die Solidarität über die Maßnahmen wichtig um uns bald aus der Spirale von Erleichterungen und Verschärfungen hinweg zu bringen zu einem wieder normalen Leben. Auch das Demonstrationsrecht gegen Impfungen im besonderen gegen Corona ändert nichts an diesen grundsätzlichen Aussagen.

Mein Appell: Lassen Sie sich impfen. Es schützt und wir erhalten hoffentlich bald wieder unser normales Leben zurück!

Unsere aktuellen Maßnahmen in der Praxis:

  • Zutritt nur nach telefonischer Absprache oder Bestellung.
  • fieberhafte Erkrankungen werden nur zu bestimmten Zeiten behandelt um andere Patienten und unser Personal zu schützen.
  • Es dürfen sich nur eine begrenzte Anzahl von Patienten in der Praxis gleichzeitig aufhalten.
  • Abstand untereinander als auch an der Rezeption zu Empfangsmitarbeiterinnen wird erwartet.
  • Willentlich Verstöße werden im Interesse aller der Praxis verwiesen.

Einfache Maßnahmen mit gutem Effekt:

  • häufiges Händewaschen mit Seife (20 sek).
  • Husten und niesen in die Armbeuge.
  • Benutzen von Einmalpapiertaschentüchern.
  • Begrüßen ohne die Hand zu geben aber auch mal die freundliche Umarmung zu unterlassen.
  • nicht ins eigene Gesicht fassen.
  • unnötige Menschenansammlungen meiden.
  • bei “Erkältungssymptomen” einfach zu Hause bleiben. Grippe ähnliche Infekte klingen oft in 2-3 Tagen ab.
  • Einfache Gesichtsmasken schützen vor allem den Gegenüber, da die Maske durch die Atmung feucht wird und ein Erreger “andocken” kann. Auch schließt diese Maske nicht dicht ab. Die Lösung heißt – beide Seiten sollten die Maske tragen. Corona wird ja an Tröpfchen gebunden übertragen!
  • FFP 2 Masken brauchen vor allem Patienten mit Kontakt zu Corona-Infizierten und medizinisches Personal.
  • Die neuerdings eingesetzten Gesichtsschilder (Face Shield) wirken nur gegen direktes Anhusten. Eine Maske ist trotzdem erforderlich!
  • Nach wie vor ist die wichtigste Regel Abstand halten und Maske in Menschenansammlungen tragen.
  • Weltverbesserer kämpfen um Ihr persönliches Recht der Versammlungsfreiheit. Kämpfen SIE um Ihre Gesundheit!
  • folgen Sie den Empfehlungen der öffentlichen Gesundheitsdienste. (siehe Links unten).

Wir versuchen unser Bestes zu geben, erwarten aber auch Ihr Verständnis. Unpopuläre Maßnahmen resultieren immer aus Fehlverhalten und Ignoranz! Wir wollen und müssen lange auch für Sie ansprechbar bleiben. Wir alle sollten dazu beitragen keine weiteren Wellen der Infektion zu provozieren!

Danke für Ihr Verständnis.